Römische Ziffern waren bis zum 15. Jahrhundert in der römischen Welt und in Westeuropa das gebräuchliche Zahlensystem. Es ist kein Stellenwertsystem, da die Darstellung einer Zahl durch die Addition der Werte der sie repräsentierenden Zeichen oder Zeichengruppen ermittelt wird.
    Die Zahlzeichen sind altrömischen Ursprungs und haben erst im Laufe der Zeit ihre heute bekannte Form angenommen. So findet man z. B. vereinzelt in manchen Inschriften als Zeichen für 1000 nicht das M sondern das Zeichen (|), das erst im Mittelalter zu M umgedeutet und dann auch so geschrieben wurde.

    Die römischen Zahlzeichen sind aus 7 Grundzeichen zusammengesetzt:

                                                                                                      

     

    I

    1

     

     

    V

    5

     

     

    X

    10

     

     

    L

    50

     

     

    C

    100

     

     

    D

    500

     

     

    M

    1000

     



    Diese sieben römischen Zahlzeichen werden nebeneinander gesetzt. Dabei können die Zeichen sowohl additiv als auch subtraktiv interpretiert werden können. Die Eindeutigkeit wird dabei durch folgende Regeln gewährleistet:

     

    1.

    Das Zeichen M darf beliebig oft vorkommen.

     

    2.

    Die Zeichen I, X, C dürfen wiederholt nebeneinander gesetzt werden, jedoch dürfen sie höchstens dreimal unmittelbar nebeneinander auftreten.

     

    3.

    Die Zeichen V, L, D dürfen in einer Zahl nur je einmal auftreten.

     

    4.

    Stehen gleiche Zeichen nebeneinander, so werden ihre Zahlenwerte addiert.

     

    5.

    Stehen ungleiche Zeichen nebeneinander und steht das Zeichen für die kleinere Einheit rechts neben dem Zeichen für die größere Einheit, so wird die kleinere zur größeren addiert.

     

    6.

    Stehen ungleiche Zeichen nebeneinander und steht das Zeichen für die kleinere Einheit links neben dem Zeichen für die größere Einheit, so wird die kleinere von der größeren subtrahiert.

     

    7.

    Es darf nur genau eine kleinere Einheit links neben einer größeren Einheit stehen.

     

    8.

    Von zwei erlaubten Schreibweisen darf (zumindest im Ausgang des Mittelalters) die kürzere gewählt werden.















    Auf der Website www.schloeder.net gibt es das kostenlose Programm GenTools zum Herunterladen, das u. a. die Umrechnung von römischen Zahlen in Dezimalzahlen (und umgekehrt) ermöglicht.

    Eine Online-Umrechung von römischen Zahlen und Dezimalzahlen ist auf der Website http://www.gs.cidsnet.de/latein/zahlen.htm möglich.




    Quellen im Internet

    Diaware
    http://www.diaware.de/html/roemzahl.html    
    Römische Zahlen - Regeln und Umrechner